Bei den täglichen Bergtouren waren immer wieder erlebnisreiche Höhepunkte dabei. Im Mitterplarser-Hof im Dorf Algund ließen sich die Bergwanderer kulinarisch verwöhnen.
Die Meraner Alpenwelt hat in seinem großen Umkreis vieles zu bieten, selbst liegt diese im Etschtal mit direktem Anschluss des Passeiertales, unweit davon schließt sich noch das wilde Schnalstal und das lange Ultental an. Eine Gruppe des Alpenvereins Nordrach war dort eine Woche auf Tour. Schon die Begrüßung im Mitterplarser-Hof im Dorf Algund fing familiär an, die fiedele Chefin Sonja und ihr Team waren stets freundlich und hilfsbereit. Am ersten Abend gab es bereits ein Gala-Menü, das absolute Spitze für alle war. An einem Abend brachte ein Tiroler Musikant auch noch fröhliche Urlaubsstimmung ins Hotel. Bei den täglichen Bergtouren waren immer wieder erlebnisreiche Höhepunkte dabei. Am ersten Tag ging es gleich hinter dem Hotel durch die Rebberge mit Blick nach Dorf Tirol und zur Kurstadt Meran.
Da das Wetter mitspielte, ging es am zweiten Tag von Naturns mit der Seilbahn auf Unterstell, wo man in luftiger Höhe, beim Linthof zwischen Vintschgau und Schnalstal, in den „Meraner Höhenweg“ einsteigt. Bei herrlicher Aussicht hat man den oberen Vintschgau unter sich und darüber als Krönung den König Ortler. Stets hoch überm Schnalstal geht es nun von Berghof zu Berghof, die auf ca. 1.500 Höhenmetern stehen, bis das Bergdorf Katharinaberg erreicht ist. Verwunderlich, kaum zu glauben, wie die extrem steilen Bergflanken von den Bauern bewirtschaftet werden.
Besuch der Kurstadt Meran
Die berühmte Kurstadt Meran ist immer wieder ein Besuch wert, wo es gemütlich an der Passerpromenade und dem romantischen Kurhaus entlang führt. Ein stetiges Highlight sind die viel begangenen Laubengänge. Am Stadtrand ging man dann auf den Tappeinerweg, ca. eine Stunde auf der Kurpromenade mit südländischen Charakter und über der Stadt, Burg Tirol und Land hinweg, ein fantastisches Panorama. An einem weiteren Tag ging es zu dem gewaltigen Wasserfall von Partschins, und der Aufstieg zum Dursterhof. Steil klebt dieser Berghof mit seinen Himbeeranlagen am Berg. Ohne ein leckerer Tiroler Hüttenschmaus kommt hier kaum jemand weg. Den Abstieg wählten die beiden Tourenführer Franz und Anneliese dann entlang des Partschinser und Algunder Waalwegs. Dieser verläuft oberhalb den Rebhängen mit herrlichem Blick übers Meraner Becken zurück bis ins Hotel.
Von der Vielfalt der landschaftlichen Schönheiten angelockt ist die Alpenvereins-Gruppe über Lana hoch ins lange Ultental bis in den letzten Ort St. Gertraud gefahren. Dort beginnt nach einem Aufstieg der sogenannte „Höfeweg im Tal der Bergbauern“. Dieser Weg war auch eine besondere Blumen- und Pflanzenschau. Man kam an unzähligen Berggehöften vorbei bis zum Ort St. Niklaus. Echte Tirolkultur! In eine andere Richtung ging es tags darauf vom Ort Rabland mit einer kostenlosen Seilbahn zum Dorf Aschbach. Von 1.340 Metern stieg man auf einem langen Bergpfad zur 1.940 Meter hoch gelegenen Almhütte „Naturnser Alm“. So wie andernorts gab es auch hier genussreiche Tiroler Spezialitäten, die nicht nur lecker, sondern auch reichlich und preiswert waren.
Beim Rückweg auf einem Höhenweg ging es aussichtsreich mit Dolomitenblick zum Vigiljoch, einer Berg-Wallfahrtskirche und hinunter nach Aschbach. Auf dieser Tour hatte man auch mehrmals über das Vinschgauertal hinweg den Blick zur großen Texel Gebirgsgruppe sowie auf die Ötztaler Seite mit dem höchsten Tiroler Berg, der Wildspitze mit 3.774 Metern. Nach vielen neuen Erlebnissen ging es für die Gruppe vom schönen Land Tirol wieder auf die Heimfahrt.
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