Brigach und Breg bringen die Donau zu weg - und in Donaueschingen beginnt der Lauf der Donau und endet nach 2857 Kilometern im Schwarzen Meer. Nach der Wolga ist es der zweitgrößte und zweitlängste Fluss in Europa.
Zu einer E-Bike Tour trafen sich 11 begeisterte Biker um mit dem Zug nach Beuron zu fahren. Dort begann die Tour entlang der Donau. Dieser Abschnitt des Donauradweges führt zunächst durch´s Donautal und dann entlang der Schwäbischen Alb bis nach Ulm. Zunächst wurde in Beuron die imposante Klosterkirche mit seiner Krypta besucht. Der Wetterbericht hatte nicht gerade das beste Wetter voraus gesagt. So startete die Gruppe bei bewölktem Himmel die Tour durch das Donautal.
Das obere Donautal ist das Durchbruchstal der Jungen Donau im Südwesten der Schwäbischen Alb. Das felsenreiche, tief eingeschnittene Tal führte die Biker über Hausen im Tal, Thiergarten, Gutenstein bis Inzigkofen. Landschaftsprägend sind die vielen Felstürme und Burgen, welche hoch auf den Felswänden stehen und die blaue Donau, die sich durch die wiesengrüne Talsohle schlängelt.
Einen kleinen Spaziergang machte die Gruppe im Fürstlichen Park beim früheren Augustinerchorfrauenstift Inzigkofen westlich von Sigmaringen. Anstoß für diese Parkanlage gab Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern-Sigmaringen. Heute ist das Kloster Volkshochschule und Bauernmuseum. Dort führt die imposante Teufelsbrücke über eine tiefe Schlucht und der sagenumwobene Amalienfelsen ragt steil über der Donau auf.
In Sigmaringen trohnt das prachtvolle Hohenzollernschloss über der Donau. Die ehemalige Residenzstadt der Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen wurde mit dem Bike erkundet und eine Mittagsrast eingelegt.
Weiter ging es über Sigmaringendorf nach Mengen. Die Stadt wird auch die Fuhrmannsstadt genannt. Hier war die nette Innenstadt auffallend sauber geputzt, man fragte sich: bestimmt für den Muttertag. Der Donau weiter entlang vorbei an Herbertingen mit dem Kelten Freilichtmuseum Heuneburg erreichte die Gruppe spätnachmittags Riedlingen. In dem typisch Oberschwäbischen Städtchen wurde in einem Gasthof übernachtet.
In Obermarchtal wurde ein Zwischenstopp in der großen Klosteranlage eingelegt. 2001 wurde die ehemalige Stiftskirche zum Münster ernannt.
Oberschwäbische Kornkammer wird diese Gegend genannt und man sah es auch.
Bierkultur und Barock soll es in Ehingen geben. Hier legte die Gruppe eine Mittagsrast ein.
Im Ehinger Stadtpark gab es Weißwurst mit Brezel und ein Helles.
So war man gestärkt für den Rest der Strecke nach Ulm. Mittlerweile war die Donau vom breiten Bach zum großen Fluß angewachsen.
Der Stadtmauer entlang fuhr die Gruppe beim Metzgerturm in die Altstadt zum Rathaus. Die Fassaden-Wandmalereien dieses Gebäudes sind beeindruckend.
Die Besichtigung des Ulmer Münsters mit dem höchsten Kirchturm der Welt war natürlich obligatorisch.
Nach dem Besuch des Fischerviertels ging es zum Bahnhof zur Heimfahrt.
Glück hatte man mit dem Wetter - etwas frisch - aber der Regen wartete bis die Radler in Ulm in den Zug eingestiegen waren. So gingen zwei Biketage zu Ende. 147 km lang war die Strecke durch typisch Oberschwäbische Landschaft und Dörfer.
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