Unter der Leitung von Roman Haas und Monika Lang machten sich neun wanderfreudige Mitglieder der DAV-Ortsgruppe Nordrach auf den Weg zu einer viertägigen Hüttentour in den Berner Alpen. Ein Abenteuer mit allem, was das Bergsteigerherz höherschlagen lässt: schroffe Pfade, sonnige Höhen, überraschende Wetterumschwünge und jede Menge Hüttengaudi.
Der erste Tag begann mit einigen Hindernissen. Die geplante Anreise per Bahn ab Offenburg verzögerte sich durch einen Zwischenfall auf der Strecke um mehr als zwei Stunden. Um die Tour dennoch wie geplant starten zu können, fuhr die Gruppe mit dem Auto weiter nach Freiburg, nahm dort die Straßenbahn zum Hauptbahnhof und erreichte schließlich mit einem späteren Zug Kandersteg. Dort angekommen, wurden die Mühen belohnt. Bei strahlendem Sonnenschein wanderte die Gruppe zum malerischen Oeschinensee. Anschließend führte der Weg über die aussichtsreiche Fründenschnur entlang des Sees hinauf zur Fründenhütte. Ein hervorragendes Abendessen und eine fröhliche Kartenrunde rundeten den ersten Tag stimmungsvoll ab.
Am zweiten Tag zeigte sich das Wetter weiterhin von seiner besten Seite. Der Tag begann mit dem Abstieg zurück zum Oeschinensee, bevor der lange Aufstieg zur Blümlisalphütte folgte. Diese liegt auf beeindruckenden 2.840 Metern Höhe und war der höchste Punkt der Wanderung. Die urige Hütte und das Panorama hinterließen bleibenden Eindruck.
Der dritte Tag startete mit einem Wetterumschwung. Schnee und Wind begleiteten den Abstieg ins Tal, wo die Gruppe auf ergiebigen Regen traf. Doch schon beim Aufstieg zur Gspaltenhornhütte besserte sich das Wetter wieder. Die Hütte selbst erwies sich als wahres Schmuckstück, wenn auch mit einer Einschränkung: Wasser war Mangelware. Eine erfrischende Dusche im eiskalten Brunnen vor der Hütte sorgte dennoch für Abkühlung. Am Nachmittag bestieg die Gruppe noch den nahegelegenen Wildstein, ehe das Wetter erneut umzuschlagen begann.
Am vierten und letzten Tag führte die Route über die Rotstockhütte hinab nach Mürren bei bestem Wetter und klarer Sicht auf das Panorama der Berner Alpen. In Mürren angekommen erwartete die Wanderer ein echtes Highlight: Das traditionelle Dorffest mit Umzug, großen Kuhglocken und zünftigem Käsefondue. Mit Seilbahn und Zahnradbahn ging es schließlich bequem zurück ins Tal, von wo aus die Heimfahrt reibungslos verlief.
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